Was ist eine Parodontalbehandlung?

Manche Menschen haben eine größere Zahnfleischentzündung. Viele dieser Patienten bemerken diese Entzündung selbst gar nicht und erst im Rahmen der "normalen" Kontrolle beim Zahnarzt wird die so genannte Parodontitis entdeckt. Die Parodontitis zeigt sich unter anderem durch mehr oder weniger tiefe Zahnfleischtaschen. Werden diese Taschen nicht behandelt, kommt es eines Tages unweigerlich zum Zahnverlust. Dabei können die verlorengegangenen Zähne durchaus kariesfrei sein, denn die Bakterien, die eine Parodontitis verursachen, gehören zu einer anderen Sorte Keime als diejenigen, die primär zur Entstehung einer Karies beitragen. Sie zerstören den Zahnhalteapparat d.h. die Gewebsfasern, die den Zahn halten und den Knochen, in dem die Zähne stecken.

Auf der Wurzeloberfläche von Zähnen, die von Parodontitis befallen sind, lagern sich je nach Schweregrad mehr oder weniger starke Beläge, sogenannte Konkremente, auf. Bei der Parodontalbehandlung werden diese Konkremente entfernt, die Wurzeloberflächen geglättet und die Taschen vom Zahnarzt gesäubert.

In besonders schweren Fällen muss das Zahnfleisch dabei vorübergehend zur Seite geklappt werden, damit unter direkter Sicht gearbeitet werden kann.

Da die Zähne für eine Parodontalbehandlung betäubt werden müssen, wird der Eingriff oft auf zwei oder sogar vier Sitzungen verteilt. Dann kann auf einer Seite noch unverändert gekaut werden.